Eine
kritische Darstellung
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des Grundkurses 2 Evangelische Religion |
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Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn |
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2004/05 |
König Herodes hatte
zwei Seiten, eine als erfolgreicher König, die andere aber als skrupelloser
Herrscher und Mensch. Die bekannteste und wahrscheinlich auch brutalste
Geschichte ist die über den Kindermord in Bethlehem. Es ist fast Weihnachten
und Herodes bekommt die Kunde der Geburt Jesu, der neue König der Juden. Der
Herrscher sieht durch den kleinen Jesus seine Macht in Gefahr und befielt
seinen Soldaten alle Kinder, besser gesagt alle Jungen bis zum Alter von 3
Jahren zu töten, damit der Jesu auf keinen Fall mehr eine Gefahr für ihn
darstellte. So zumindest steht es in der Bibel geschrieben. Auch wenn das jetzt
eine gewagte Aussage ist, historisch gesehen gibt es für solch eine Tat keine
Beweise und viele Historiker bezweifeln diese Geschichte. Nicht von der Hand zu
weisen ist aber, dass er einen brutaler Herrscher war,
der gegen jeden inneren Widerstand konsequent vorgegangen ist. Zum Beispiel
ließ er seine Frau zum Tode verurteilen. Eine andere Geschichte, für die es
zumindest ein paar Hinweise gibt, ist die über die Ermordung des Johannes der
Täufer. Er ließ ihn ermorden weil er ihm öffentlich ein unrechtmäßiges
Verhältnis zu seiner Schwägerin Herodias vorhielt. Aber auch darüber gibt es
viele verschiedene Geschichten. Unter seiner Herrschaft sollen noch viele
andere zu Tode gekommen sein, doch das wären zu viele und zu unsichere Aussagen.
Allein dadurch hatte und hat er bis zum heutigen Tag einen schlechten Ruf. Aber
damit nicht genug, hinzu kommt, dass viele Leute viele
Schreckenstaten auf sein Konto schreiben da in der Bibel immer nur von Herodes
gesprochen wird. Doch in Wirklichkeit passierten vieler dieser Taten ohne sein
Wissen, denn er war zu diesem Zeitpunkt schon längst tot. Er starb, wie schon
gesagt, ca. 4 v.Chr., trotzdem blieb der Name Herodes in der Bibel immer der
größte Widersacher Jesu, das ist auch richtig so, nur war es nicht Herodes der Große, sondern
Herodes Antipas, sein Nachfolger. Unter dessen
Herrschaft passierten mindestens so viele Grausamkeiten wie unter Herodes dem
Großen, da aber die Bibel nur den Namen Herodes als Inkarnation des Bösens verwendet, ist die schwer herauszulesen. Also
zusammen gefasst heißt das Herodes der Große war zwar ein skrupelloser
Herrscher aber längst nicht so grausam wie viele Menschen bis heute dachten,
außerdem war er wohl der erfolgreichste König der Juden den es je gab.
Herodes hinterließ uns nicht nur seinen Ruf als
schrecklicher König, nein ihm ist, auch heutzutage noch, einiges zu verdanken.
Herodes tat schon als junger König viel für die Kultur, so rettete er z.B. die
olympischen Spiele durch eine große Spende vor dem Bankrott. In Palästina
förderte er das Judentum, er lies den Tempel in Jerusalem in großem Stil
umbauen, auch erbaute er dort die Burg Antonia und lies einen neuen
Königspalast errichten, all diese Bauten mit sehr großem Ausmaße. Sehr berühmt
sind auch die Festungsbauten des Herodes in Masada
und Machärus. Und er hinterließ auch außerhalb seines
Reiches seine Spuren, nur dort ohne Rücksicht auf die Religion. So baute er Samaria / Sebaste und Caesarea als hellenistische Städte aus, einschließlich dem Tempel für den Kaiser. Viele Künstler nahmen sein Leben
oder seine Taten als Inspiration ihrer Arbeiten. Eines der wohl bekanntesten
Kunstwerke ist das Gemälde von Peter Paul Rubens: „ Kindermord in Bethlehem“.
Wie ihr seht hat Herodes in unserer Zeit
noch einiges an Bedeutung und ich hoffe ich konnte euch das Leben des König Herodes der Große ein bisschen näher bringen.
Jakobus der Ältere
Der
erste Märtyrer unter den Aposteln
Jakobus wurde am See Genezareth (Kinnereth) in Galiläa geboren. Sein Vater ist der Fischer Zebedäus, seine Mutter hieß Salome. Er ist der ältere Bruder von dem Apostel und Evangelisten Johannes.
Jakobus wurde mit seinem Bruder Johannes von Jesus berufen, ihm nachzufolgen (Mt 4, 21). Wegen ihres stürmischen Eifers erhielten sie von Jesus den Namen „Boanerges“, „Donnersöhne“ (Mk 3, 17). Mit Petrus zählten die beiden Brüder zu den bevorzugten Aposteln (Mk 5, 37; 9, 2; 14, 33), die bei der Verklärung Jesu und in seiner Todesangst im Garten Gethsemane zugegen waren. Im Jahr 43 n. Chr. um Ostern starb Jakobus; er wurde von Herodes Agrippa I. enthauptet (Apg 12, 2). Somit wurde er zum ersten Märtyrer unter den Aposteln.
In Jerusalem steht die Jakobskirche angeblich an der Stelle, wo er enthauptet wurde. Im Jahr 70 seien seine Gebeine auf den Sinai ins Jakobskloster, das heutige Katharinenkloster, gebracht worden.
Über Jakobus gibt
es viele Legenden:
816 wurde in Compostela die Jakobskirche gebaut; aus diesem Ort
entwickelte sich Santiago de Compostela. Ab dem 11.
Jahrhundert wurde Santiago zu einem der größten Wallfahrtszentren des
Abendlandes. Der erste namentlich bekannte Pilger war Bischof Godeschalk von Le Puy 951. Zwar drangen die Mauren 997 bis Santiago de Compostela vor,
trotzdem begann die Blütezeit der
Pilgerfahrt, die bis ins 14. Jahrhundert andauerte. Santiago zog mehr Pilger an
als Rom und Jerusalem. Ab dem 15. Jahrhundert wurde durch Humanismus,
Reformation und französische Revolution zum Rückgang der Pilgerfahrt
beigetragen. 1879 ging es aber wieder aufwärts mit der Wallfahrt.
General Francisco
Franco bestimmte 1937 den 25. Juli als Nationalfeiertag (auch Gedenktag der
katholischen, evangelischen und anglikanischen Kirche) und Jakobus galt wieder
als Landespatron. 1985 erklärte die UNESCO Santiago de Compostela
zum Weltkulturerbe.
Heutzutage ist die
Wallfahrt ein modernes touristisches Erlebnis. Aber viele Menschen machen die Pilgerreise zeitaufwändig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit
dem Pferd. Wer mindestens 100 km zu Fuß oder 200 km mit dem Fahrrad hinter sich
gebracht hat, erhält im Pilgerbüro eine Urkunde. Knapp 100.000 der jährlich 10
Millionen Touristen kommen so als Pilger.
Damals im 15.
Jahrhundert erhielten die Pilger am Ziel eine Muschel, die Jakobusmuschel, die
heute auch noch den Pilgern als Symbol gilt.
Jakobus, eine Inspiration für die Kunst
In der Kunst werden
oft Szenen aus der Legende dargestellt z.B. die Rettung des Jungen vom Galgen
und das Wunder des wieder lebendig gewordenen gebratenen Huhns.
Das
Jakobusevangelium, auch Protevangelium Iacobi genannt, ist wie die Jakobusbriefe in der Bibel von
Jakobus dem Jüngeren verfasst worden.
Dazu gibt es die
Legende vom Ritter, der von Jakobus aus dem Wasser gerettet wurde und dessen
Körper voll mit Muscheln bedeckt war.
Johannes der Täufer (* 24. Juni 1 v. Chr. in Ain-Karim
bei Jerusalem
+ nach 29 in Jerusalem) (hebräisch: Jochanan
ben Sacharja) war der Sohn
der jüdischen Priesters Zacharias und der Elisabeth. Seine Mutter war eine
Verwandte von Maria, der Mutter von Jesus Christus. Seine Geburt wird seinem Vater durch einen Engel
angekündigt, doch er glaubt ihm nicht und wird deshalb stumm, bis Johannes
geboren ist und spricht daraufhin das Gebet das man auch als "Benediktus“ kennt.
Johannes war Nasiräer, der
keinen Wein trank, seine Haare nicht schnitt und vom Geist Gottes erfüllt war.
Er lebte als Einsiedler in der Wüste. Sein Auftreten erinnert an den Propheten
Elija und er trägt ein Gewand aus Kamelhaaren
und einem ledernen Gürtel.
Auftreten in der Bibel:
Zum ersten Mal tritt er im Lukasevangelium (Lk 3,1f) auf (um das Jahr 29 herum). Damals predigte er in
der Gegend um den Jordan.
Der Inhalt seiner Predigt war "Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe
herangekommen" und er versuchte die Leute zu einer Veränderung ihres
Handelns zu bewegen. Er taufte die Menschen, die sich aufgrund
seiner Predigt bekehrten, nach einem öffentlichen
Sündenbekenntnis im Jordan als
Zeichen der Sündenvergebung.
Alle Evangelien berichten, dass sich auch Jesus
selbst von ihm im Jordan taufen ließ.
Er gewann viele Anhänger im Volk, laut dem Neuen
Testament gehörten auch spätere Jünger Jesu dazu (namentlich genannt: Andreas).
Jesus predigte über Johannes auch als letzten Propheten des "alten
Bundes".
Durch sein predigen geriet er in Konflikt mit den
Pharisäern und Sadduzäern. Als Johannes auch noch das
ehebrecherische Verhältnis des Herodes Antipas zu
Herodias, der Frau seines Bruders wurde er gefangen genommen, doch aus Angst
vor dem Einfluss des Propheten wurde er zunächst nicht angerührt. Durch den
Einfluss Herodias wurde er jedoch später enthauptet.
(Hans
Baldung Grien: Kopf des Johannes, 1516, in der National Gallery of Art in
Bedeutung bis heute:
Johannes gilt, nach Maria, als zweit-bedeutendster
Heiliger und Vorbild aller Askesen.
Der Gedenktag von Johannes dem Täufer ist der
24.Juni, der Johannistag, wobei seine Geburt gefeiert wird und nicht wie bei
den meisten Heiligen sein Todestag. Das Datum leitet sich daher ab, dass
Johannes nach dem Lukasevangelium sechs Monate älter als Jesus war; so wurde
der Johannistag auf sechs Monate vor Weihnachten gelegt. Auch seinem Todestag
ist ein Feiertag gewidmet, der jedoch wesentlich geringere Bedeutung hat als
das Geburtsfest.
Seine typischen Attribute sind:
-
Fellgewand
-
Spruchband "Ecce Agnus Dei"
-
Lamm
Er gilt auch als Patron von:
Burgund, Malta und der Provence, von
Florenz und Amiens; der Schneider, Weber, Gerber, Kürschner, Färber, Sattler,
Gastwirte, Winzer, Fassbinder, Zimmerleute, Architekten, Maurer, Steinmetze,
Schornsteinfeger, Schmiede, Hirten, Bauern, Sänger, Tänzer, Musiker,
Kinoinhaber; der Lämmer, Schafe und Haustiere; der Weinstöcke; gegen
Alkoholismus, Kopfschmerzen, Schwindel, Angstzustände, Fallsucht, Epilepsie,
Krämpfe, Heiserkeit, Kinderkrankheiten, Tanzwut, Furcht und Hagel.
„Der Jünger den Jesus lieb hatte“
Johannes war der Sohn des Zebedäus. Er hatte einen Bruder namens Jakubus
und war galiläischer Fischer(Mk 1,19f). Johannes war
für seinen aufbrausenden Charakter bekannt, dies brachte ihm auch den Beinamen
„Donnersohn“ (Markus 3,17) ein. Mit seinem Bruder gehörte er zu den zwölf
Jüngern und zusätzlich war er der Lieblingsjünger Jesus. In der Bibel spricht
man von Johannes auch, als „der Jünger den Jesus lieb hatte“.
Man sagt, dass Johannes nach Ephesus gegangen sei, um
dort neue Schüler zu sammeln. Er wurde jedoch unter Domitan auf die Insel Patmos verbannt, wo er die
„Offenbarung“ geschrieben haben soll. Nach dem Tod Domitans
konnte Johannes nach Ephesus zurück kehren, wo er mit
großen Ehren empfangen wurde und sein Evangelium verfasst haben soll. Im hohen
Alter soll er zur Zeit Trajans friedlich gestorben
sein.
Aus dem neuen Testament werden ihm das
Johannesevangelium, die Johannesbriefe (fälschlicherweise) und die Apokalypse
zugeschrieben.
Vor 200 Jahren wurde Johannes, der Apostel, als
Verfasser des Johannesevangeliums identifiziert. Wenn dies so stimmt, war
Johannes ein Augenzeuge, der authentisches Material geliefert hat, da er in
dieser Zeit, als ein Jünger Jesus lebte und somit alles real miterlebt hat.
Doch dagegen spricht, dass sein Buch (das Johannesevangelium) von seinen
Schülern herausgegeben wurde, die es sogar mit einem Anhang versahen (z.B.
6,51b-58). Auch sonst sollen sie einige Sätze eingebaut haben. Weiterhin gibt
es keine historisch zuverlässigen Hinweise, die Johannes mit dem Verfasser
identifizieren. Das Johannesevangelium ist ein Glaubensbuch der christlichen Gemeinde,
mit dem der Evangelist die Absicht hatte, der Gemeinde die entscheidenden
Aussagen des
christlichen Bekenntnisses zu verdeutlichen, d.h.
dass das Johannesevangelium ein theologisches Buch für das Christentum
darstellt.
Das Johannesevangelium unterscheidet sich
beträchtlich von den Evangelien der Synoptiker. Es
gibt nur wenig Inhaltliche parallelen wie z. B. der Täuferbericht (Joh 1, 19-28), die Tempelreinigung (Joh
2, 13-16), das Speisewunder (Joh 6, 1-15), der
Seewandel (Joh 6, 16-21) und die Passionsgeschichte (Joh 18,1). Ansonsten hat der synoptische Stoff im
Johannesevangelium keine Entsprechung. Hauptsächlich wird das
Johannesevangelium durch die Reden Jesu geprägt, die in sich geschlossene
Einheiten bilden. Gleichnisse sind im Johannesevangelium gar nicht zu finden
und auch gibt es nur zwei Bildreden (vom guten Hirten Joh
10 und vom Weinstock Joh 15).
Im Johannesevangelium wird Johannes nicht erwähnt.
Allerdings wird er mit “dem Jünger den Jesus lieb hatte“ in Verbindung
gebracht, der dreimal in der Bibel erwähnt wird, dieser durfte rechts des
Tischherren (Jesus) sitzen, der als Ehrenplatz galt (vgl. 13, 23. 25; 21, 20).
Johannes soll auch noch die Johannesbriefe verfasst haben. Heute weiß
man allerdings, dass diese ihm fälschlicher Weise zugeschrieben werden.
Obwohl Johannes nicht der Verfasser der
Johannesbriefe ist, gibt es viele Indizien, die zeigen, dass die drei
Johannesbriefe und das Johannesevangelium eng miteinander verbunden sind.
Bis heute hat Johannes eine große Bedeutung für das
Christentum. Dies vor allem wegen seines Evangeliums, das einen bedeutenden
Teil im neuen Testament einnimmt. Daneben wird Johannes aber auch als Person
bis heute im Christentum verehrt. Am Johannestag, den 21. 06. wird der nach ihm
benannte Wein, die „Johannesminne“ geweiht. Danach reicht der Priester den Wein
der Gemeinde, die mit ihm die Liebe Johannes kosten darf und damit vor
Krankheiten und Gefahren geschützt wird.
Johannes „Der Seher von Patmos“
Wer war Johannes, der Seher?
Im Vorfeld möchte ich klarstellen, dass der Johannes,
von dem ich berichten werde, nicht identisch ist mit Johannes, dem
Evangelisten, oder Johannes, dem Jünger Jesu, obwohl diese 3 Personen
volkstümlich in einer Person vereinigt werden.
Über Johannes, dem Autor der Apokalypse, ist fast
nichts bekannt.
Er lebte zu der Zeit Domitians
um ca. 80 n. Chr..
Es heißt, dass Domitian ihn
nach dem Leben trachtete und ihn gefangen nehmen ließ.
Er soll ihn in siedendes Öl geworfen lassen haben,
doch Johannes entstieg diesem nach einiger Zeit, als ob er ein erfrischendes
Bad genommen hätte.
Dies war Domitian nicht
geheuer und er verbannte Johannes nach Patmos, wo er um 96
n. Chr. Seine Johannes Apokalypse schrieb.
Apokalypsen sind meist Visionen (etwas in Trance etc.
Gesehenes) oder Auditionen ( etwas in Trance etc.
Gehörtes) von einzelnen Personen, die diese meist schriftlich festgehalten
haben.
Weil diese Visionen nur einzelnen Personen
widerfährt, ist es schwer ihre Echtheit zu beweisen. Hundertprozentige
Sicherheit gibt es allerdings nie
Die Apokalypse des Johannes handelt von der
Ausbreitung der Ungläubigen und von der folgenden Neuordnung zu einer von
Gläubigen regierten Welt.
Schon in den Briefen erkennt man, dass sieben eine
sehr wichtige Zahl in der Offenbarung ist. Es wird von sieben Gemeinden und sieben Engel berichtet. Später werden auch
noch sieben Siegel, sieben Posaunen und sieben Donner erwähnt.
Wie in Apokalypsen üblich, schrieb auch Johannes
nicht in „normaler“ Sprache, sondern benutzt sehr viele sprachliche Bilder.
Er spricht von Ungeheuern, die das Böse symbolisieren
und von einem lammähnlichen Wesen, dass für die Unschuld steht.
Eigentlich ist seine ganze Offenbarung ein einziges
Bild.
Manchmal nimmt das Böse überhand, manchmal gewinnt
das Gute die Kontrolle zurück.
Aber am Ende siegt das Gute, das Ungeheuer wird
besiegt, die Ungläubigen sterben und die Gläubigen, die dem Bösen widerstanden
haben, regieren mit Christus die Welt.
Die Offenbarung ist das wohl rätselhafteste Buch des
neuen Testaments.
Es gibt unendlich viele Interpretationen.
Die von mir zuvor geschilderte ist eine der vielen.Man kann nicht sagen, dass sie die einzig richtige
ist, weil dies natürlich nicht stimmt. Noch heute zerbrechen sich noch viele Theologen den
Kopf darüber, was Johannes mit seiner Schilderung aussagen wollte.
„ Kehr nun um ( Bekehre
dich), Sonst komme ich bald und werde sie mit dem Schwert aus meinem Mund
bekämpfen ( den Schwert meines Mundes).“
In der heutigen Zeit hat die Offenbarung für die
meisten Leute keine besondere Bedeutung mehr. Wahrscheinlich ist sie zu
kompliziert geschrieben um noch in unsere Welt zu passen. Kaum jemand gibt sich
noch die Mühe etwas zu lesen, was man nicht direkt versteht und über was man
nachdenken muss.
Somit müsste man die Offenbarung erst mit erklärenden
Untertiteln verfilmen , um sie an die Mehrheit der
Bevölkerung heranzutragen.
Luisa Naumann
Über Judas Herkunft erfahren wir nicht viel aus der
Bibel, nur soviel, dass er der einzige unter den
Jüngern war, der nicht aus Galiläa , sondern aus dem
Süden kam, was ihn zu Beginn auch zum Außenseiter machte. Seinem Namen ist abzuleiten , dass er wahrscheinlich
aus Karioth , eine Stadt, die im Süden Palästinas
liegt, kam. Doch das ist auch nur eine der vielen Interpretationsmöglichkeiten,
die sein Name bietet: Manche Sprachwissenschaftler übersetzten seinen Nachnamen
„ Iskarioth“ auch als „Mann des Truges“ oder einen
Hinweis auf die Zugehörigkeit zu den „Sikkariern“ und
selbst sein Vorname gibt Grund zur Spekulation, worauf ich später noch einmal
zurückkommen werde. Zusammenfassend kann man sagen, dass
sein Leben vor der Begegnung mit Jesus für uns ein Geheimnis bleibt.
Judas, berühmt berüchtigt
Obwohl er während seiner Zeit als Apostel nicht besonders hervorsticht, ist er bestimmt einer
der bekannteren Figuren des Neuen Testaments. Wie bereits erwähnt, war Judas
einer der zwölf Jünger Jesu. Es könnte gut sein , dass Judas in Jesus den Messias sah und hoffte, daß dieser Israel von den Römern befreien würde. Vielleicht
war es die Enttäuschung darüber, dass das nie geschah,
die Judas dazu veranlasste kurz vor dem Passamahl zu
den Hohepriestern zu gehen um mit ihnen ein Geschäft
zu vereinbaren. Judas sollte Jesus verraten und ihn sozusagen ausliefern, indem
er ihn identifiziere und im Gegenzug
würde er 30 Silberlinge erhalten, was in etwa dem Monatsgehalt eines
Legionärs entsprach. Die Zahl 30 spielt schon im alten Testament eine Rolle und
ist auch im Namen Judas wiederzufinden. Im Hebräischen wird jedem Buchstaben
ein Zahlenwert zugeordnet und die Summe der Buchstaben des Namen „Judas“ ergibt
30. Ob es sich hierbei um einen Zufall handelt?
Es ist
fragwürdig, ob er diese Tat aus Habgier begangen hat, denn die Belohnung war
lächerlich gering.
Beim Abendmahl nun treffen sich die Jünger mit Jesus
und er verkündet ihnen, dass einer ihn verraten würde. Sie beginnen zu
diskutieren wer von ihnen gemeint sei, Jesus verrät ihnen nur soviel, daß derjenige mit ihm die Schüssel teile. Er weiß, daß Judas ihn ausliefern wird, lässt ihn aber gewähren. Als
Judas glaubt erfahren zu haben wo Jesus die Nacht verbringen werde, macht er
sich davon um seine Verbündeten zu benachrichtigen.
Der Garten Gethsemane war
der Platz, den Jesus und seine Jünger häufig nutzten um sich zurückzuziehen und
das war eigentlich kein Geheimnis. Deswegen ist es merkwürdig, daß die Hohepriester einen Informanten benötigten um Jesus
aufzuspüren. Auch das sie Jesus nicht selbstständig erkannt hätten ist
fragwürdig. Sie brauchten ein Zeichen Judas um ihn zu identifizieren, den Begrüßungskuß, der üblich war unter den Jüngern. Jesus wird
von den Bewaffneten mit denen Judas gekommen ist 40 Sunden vor seiner
Kreuzigung verhaftet. Die letzten Worte, die er an Judas richtet; sind: „ Das
ist es, wozu du (also) hier bist? Mit einem Kuss verrätst du den Menschensohn?“
Wie Judas mit der Last der Schuld umging ist nicht
eindeutig. Im Buch des Matthäus bereut er seine Tat, will das schmutzige Geld den Hohepriestern
zurückbringen. Doch diese wollen nichts von ihm wissen, er wirft die
Silberstücke in den Tempel und „dann ging er weg und erhängte sich.“ (Mt; 27,3)
Petrus spricht im Kreise der (120) Brüder: „Mit dem
Lohn für seine Untat kauft er sich ein Grundstück. Dann aber stürzte er
vornüber zu Boden, sein Leib barst auseinander, und alle Eingeweide fielen
heraus.“
Judas Wirkung auf unsere Zeit ist nicht zu verkennen,
wo er uns doch an seinem Beispiel zeigt wie man sich gerade nicht verhalten
soll, wenn man versagt. Das wird deutlich wenn man seinen mit dem Fall Petrus´
vergleicht. Auch Petrus hat versagt, denn er hat in der Nacht der Verhaftung
Jesu seinen Herrn 3 mal verleugnet. Natürlich hat
Jesus ihm vergeben und ist für seine Sünde am Kreuz gestorben. Petrus konnte
einen Neuanfang machen, Judas hingegen hat sich isoliert und später sogar
selbst gerichtet. Vielleicht hat er die Bereitschaft Jesu zu Vergeben
unterschätzt.
Andererseits muss man Judas zugute kommen lassen, daß er die Erfüllung des Heilsplans ermöglicht hat, indem
er Jesus ans Kreuz brachte. Es gibt sogar Diskussionen darüber ob man ihn nicht
vielleicht heilig sprechen sollte.
Leider hatte man den Namen „Judas“ mit Juden
gleichgesetzt und ihnen dessen Eigenschaften zugeschrieben, wie zum Beispiel
Habgier und Geldsucht, aber auch die Schuld am Tod Jesu, und benutzte
dies zur Begründung antisemitischer Einstellungen.
Die Geschichte Judas hat auch viele Künstler bewegt,
denn seiner Person widmen sich viele Gemälde, wie zum Beispiel „Das Abendmahl“
von Leonardo Da Vinci, und selbst Bräuche,
die mit ihm zusammenhängen, wie das „ Judasfeuer“, das vor allem in
katholischen Ländern zu sehen ist. Dabei wird eine Puppe Judas verbrannt, in
Italien baumelt zuweilen noch eine Puppe über dem Kirchenportal.
Kaiphas der
Hohepriester
Michael Remmel
Oberster Priester und Politiker:
Der Hohepriester Kaiphas
war der Vorsitzende des Hohen Rates , genannt Synhedrium, wo er als hochgeachteter und wichtiger Mann ,
die Spitze der obersten jüdischen Behörde repräsentierte.
Kaiphas war der Schwiegersohn seines Vorgängers ‚Hannas’ und war von 18 bis 37
n. Chr. Inhaber seines Amtes.
Der Hohepriester war wie alle 71 Mitglieder des Synhedriums ein Sadduzäer.
Die Sadduzäer wurden im
Volksmund als die Elite der Juden bezeichnet.
Wegen der Zusammenarbeit mit den römischen Besatzern
waren sie beim Volk - im Gegensatz zu den beliebten Pharisäern und
Wanderpredigern - sehr verhasst.
Sie waren traditionelle Anhänger des Tempelkults, von
dem sie durch die Tempelhändler ihren Reichtum bezogen.
Die Sadduzäer glaubten nur
an die schriftlichen Gesetze Moses im Alten Testament. Sie glaubten nicht an
die Engel, die Vorsehung, das Fortleben der Seele nach dem Tod sowie an
mündliche Überlieferungen (Talmud).
Aufgaben und Machtstellung:
Kaiphas war als Hoherpriester die wichtige Schaltstelle der Juden zu den
römischen Besatzern, zu denen er ein gutes Verhältnis hatte. Dadurch erklärt
sich seine lange Amtszeit. Insbesondere mit Pontius Pilatus bildete er ein
eingespieltes, machtbewusstes Tandem.
Die Hauptaufgabe des Hohenpriesters war es, im Volk
für Ruhe zu sorgen und Störenfriede wegzuschaffen. Gemeinsam mit dem Synhedrium urteilte er in Fällen wie der Anstiftung einer
Stadt zum Götzendienst und er erhob Anklage gegen falsche Propheten oder
Hohepriester.
Dem traditionsbewussten Kaiphas
war es vorbehalten , die kultischen Handlungen am
großen Versöhnungstag, dem Neumondfest, den drei Wallfahrtsfesten und den Kult
im Tempel zu verrichten.
Was den Hohenpriester Kaiphas
aber bekannt machte war das Todesurteil , das er über
Jesus Christus verhängt hatte.
Das Synhedrium konnten Jesus Weissagung über die Zerstörung des Tempels,
die beim Volk auf Aufmerksamkeit stieß, nicht unbeachtet lassen.
Sie empfanden dies als einen Frontalangriff auf den
Tempelkult.
Nachdem Judas Jesus an den Hohenpriester Kaiphas und das Synhedrium
verraten hatte, suchte Kaiphas mit Hilfe falscher
Zeugen Gründe, um Jesus zum Tode zu verurteilen. In den Evangelien wird
erwähnt, dass auch der Neid auf Jesus, der beim Volk sehr angesehen war, eine
Triebfeder ihres Handelns darstellte.
Während seines Verhörs attackierte Jesus mit seiner
Aussage: „ Siehe, ein Größerer denn Moses stehet hier“ ,
eine Glaubensgrundlage der Sadduzäer.
Somit machte er sich Kaiphas
zum Todfeind.
Der Hohepriester konnte einen solchen Angriff, der
seinen Glauben in Frage stellte, nicht hinnehmen. Er klagte Jesus wegen Gotteslästerei an und
verurteilte ihn zum Tode.
Dank seiner guten Beziehungen wurde das Urteil von
Pontius Pilatus vollstreckt.
Die Bedeutung des Kaiphas
aus heutiger Sicht:
Heute wird Kaiphas oft als
der Hauptschuldige an Jesus Tod genannt, der zugleich die Juden gegen Jesus
aufgehetzt, ihn am Kreuz verspottet und seine Auferstehung geleugnet hat. Man
wirft ihm ebenfalls vor, dass er Pontius Pilatus aufgefordert habe, Jesus zu
kreuzigen. Allerdings ist noch immer
unklar, ob Kaiphas nicht selbst durch den Hohen Rat
zu seinem Urteil gezwungen wurde. Wenn nicht müsste es dann nicht „[...]
gelitten unter dem Hohenpriester Kaiphas [...]“ im
Vaterunser heißen ?
Danielle Meeker
Lukas
Der erste Kirchengeschichtler
Lukas war
sehr beschäftig. Er hat nicht nur das
Evangelium nach Lukas geschrieben, das größte Evangelium, er hat auch die
Apostelgeschichte geschrieben. Es ist
wirklich schade, dass wir so wenig über eine so wichtige Person wissen. Lukas ist entweder in Antiochia
oder Phillipi geboren, die meisten der Geschichtler sind der Meinung, in Antiochia,
weil Antiochia in seinen Werken oft erwähnt
wird. Wie zum Beispiel in der
Apostelgeschichte Verse 11.19-27, 13.1, 14.18-21, 25, 15.22, 23, 30, 35,
18.22. Er war wahrscheinlich Grieche,
denn er schrieb in einem griechischen Stil mit einem großen Wortschatz. Jedoch
versteht er auch viel von jüdischen Gewohnheiten.
Paulus ist
unsere beste Quelle für Information über Lukas, weil Lukas ein Begleiter des
Paulus war, und er bis zum Ende bei ihm geblieben ist. ( „Nur Lukas ist noch bei mir.“ 2 Timotheus 4.11) In dem
Brief an die Kolosser von Paulus lernen wir das Lukas Arzt war („Auch der Arzt
Lukas, unser lieber Freund, und Demas grüßen euch.“
Kolosser 4.14) Niemand weiß genau wann
Lukas das Evangelium und die Apostelgeschichte geschrieben hat, aber es war
wahrscheinlich während Paulus Zeit im Gefängnis.
Das lukanische Geschichtswerk
Geschichtler sind ziemlich sicher, dass Lukas der Schriftsteller des Evangeliums nach
Lukas und der Apostelgeschichte ist, obwohl weder das Evangelium noch die
Apostelgeschichte dieses aussagt . Er wird nie in der
Apostelgeschichte erwähnt, aber wir haben viele Beweise dafür. Beide Bücher sind dem „hochverehrten
Theophilus“ gewidmet. (Es ist ein griechische Gewohnheit, ein Werk einer
bedeutenden Person zu widmen.) Die
Apostelgeschichte weist auf das Evangelium hin. In der Apostelgeschichte fängt
der Autor mit dem Pronomen „wir“ an. ( Verse 16.11. ) Das zeigt, dass er Paulus begleitet hat, nachdem dieser Troas besucht hatte. Die Beschreibung passt am besten zu
Lukas, weil er ein Begleiter des Paulus war, ein gebildeter Mensch (Arzt), und
ein Heide war.
Das Evangelium
nach Lukas wurde im Jahre 80-90 geschrieben und hat den Zweck die Evangelien
nach Mattäus und Markus zu unterstützen. Lukas sagt
ganz deutlich im Evangelium Vs. 1.3-4, „Nun habe auch ich mich entschlossen,
allem von Grund auf sorgfältig nachzugehen, um es für dich, hochverehrter
Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben.
So kannst du dich von der Zuverlässigkeit der Lehre überzeugen, in der
du unterwiesen wurdest.“ Lukas hat das Evangelium nach Markus und eine andere
Quelle, Quelle „Q“ benutzt, um es zu schreiben. Lukas unterscheidet sich von
den andere Evangelien darin, dass es viel mehr Parabeln gibt, besonders in
Jesus‘ letzten Tagen. Die Hauptthemen
sind die Gleichheit der Juden und Heiden, der heilige Geist als Mittelpunkt,
und die Wichtigkeit von Gebeten. Lukas erwähnt öfter, dass Jesus gebeten hat,
besonders vor wichtigen Gelegenheiten. Der bedeutendste Vers ist 19.10: „Denn
der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“
Die
Apostelgeschichte wurde auch zwischen dem 80-90 Jahr geschrieben. Es geht um
die frühe Kirche und die Verbreitung des Christentums. Es fängt mit einer
Zusammenfassung des Evangeliums, seinem früheres Werk, an. Daraus lässt sich
die Missionserfolge schließen, aber auch die Streitereien zwischen den
christlichen Begleitern, wie zum Beispiel Paulus und Barnabas. Lukas strebt an
immer objektiv zu sein. Er erzählt nicht nur über Paulus, sondern auch über
Petrus‘ Taten, obwohl Lukas nur ein Zeuge bei Paulus’ Reisen und Reden
war. Ein wichtiger Vers ist: „Aber ihr
werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird;
und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.“
Die
Wirkungsgeschichte: eine Quelle des Glaubens
Der Glaube braucht sachliche Unterstützung, um zu
leben. Deswegen ist Lukas‘ Werk wichtig für jeden Gläubigen, weil es historisch
und geographisch genau richtig ist. Lukas benutzt viele historische und
geographische Kleinigkeiten in beiden seiner Bücher. Vor kurzem haben
Archäologen viele biblische Nachschläge archäologisch nachgewiesen. Es wurden
Münzwidmungen von Pontius Pilate gefunden, die ihn
als Statthalter von Judäa beschreiben, wie es auch in Lukas 3.1 beschrieben
wird. Es war nichts über Derbe, eine
Stadt, die Lukas in der Apostelgeschichte 14.20 erwähnte bekannt. Aber es wurde
auch eine Widmung gefunden. Wenn solche Dinge richtig bewiesen werden konnten,
können Leute an die anderen, geistlichen Forderungen in Lukas‘ Bücher glauben.
Maria-Die Gottesgebärerin?
Von Piera Sofia
Die "jungfräuli
Maria,die Frau die nach der Bibel Jesus,dem Heiland, das
Leben schenkte.Sie spielt eine, meiner Meinung nach,
wichtige Rolle in der Bibel.Maria gilt als die
Verlobte Josefs.Der Bibel zu folge sei sie zu dem
Zeitpunkt der Empfängnis noch jungfrau gewesen,dem zufolge wird dies von einigen als Wunder gesehen.Andere wiederrum
behaupten dieses Wort "Jungfrau"sei nur ein
Übersetzungsfehler und bedeute in Wirklichkeit "junge Frau".Diese
Weise der Übersetzung würde uns eher ansprechen,denn
biologisch gesehen wäre eine solche Empfängnis garnicht
möglich gewesen.
Die junge Frau soll der Bibel nach vom Engel Gabriel
erfahren haben,dass der Herr sie auserwählt hatte,
den Heiland,seinen Sohn, zu gebären.Damit
war sie zwar eine einfache jedoch besondere Frau.Als
Josef von ihrerSchwangerschaft gehört hatte
misstraute er ihr anfangs,da sie ja dieses Kind nicht
mit ihm gezeugt hat.Dieses Misstrauen verschwand aber
bald.Die beiden machten sich eines Tages auf den Weg zu einer
Volkseinschätzung nach Bethlehem.Dort kamen sie
jedoch nie an denn es stellte sich heraus ,dass Maria genau an jenem Tag ihren
Sohn gebären sollte.Da sie aber keinen Platz in einer
Herberge fanden bekam sie ihr Kind in einer Krippe.Viele
hatten von der Geburt des Heilands gehört und hatten sich mit Geschenken auf
den Weg gemacht ihn zu sehen.Ein Wunder war
vollbracht und so wurde Maria später als Representantin
Israels in der Stunde der Erfüllung seiner Hoffnung anerkannt.
Maria,
nur ein Mittel zum Zweck
Einige Textstellen in der Bibel zeigen,
dass
das Verhältnis zwischen Maria und ihrem Sohn Jesus etwas angespannt war. Durch einige dieser Textstellen könnte der Eindruck
vermittelt werden, dass Jesus seine Mutter nicht als
Mutter, sondern nur als gläubige Person respektiert. Er
sagt an einem gewissen Punkt, dass er diejenigen liebt, die sich an Gottes Wort halten und an ihn glauben. Er spricht kaum über die Gefühle,
die
er seiner "Familie" gegenüber hat. Außerdem
nennt er Maria immer nur "Frau" und nicht Mutter.
Das
zeigt meiner Meinung nach ,wie kalt das Verhältnis zwischen ihnen war. Er verachtet seine Mutter zwar nicht jedoch wird deutlich, dass Familie für ihn nicht an erster Stelle steht
sondern ganz und allein Gott. An manchen Stellen kommt
es so rüber als würde Maria oft nicht ernst genommen werden.Dabei
war sie es doch, die mit Jesus leiden musste. Sie war diejenige, die
zuschauen musste , wie ihr Sohn verraten, gequält und
gekreuzigt wurde.Maria litt an seinem Kreuz und
danach an seinem Grab.Daher wird sie heute auch als
"Schmerzensmutter" verehrt.Maria führte ein
schweres Leben,da zu diesen Qualen noch die
Lästereien der Menschen hinzukamen.
Sie war eine ungebildete einfache Frau und gerade sie
hatte den Heiland -das Besondere- auf die Welt gebracht.Diese Tatsache ließ sie noch unwichtiger erscheinen.Jedoch am Tage der Kreuzigung Jesu als sie vor
dem Kreuz stand versprach sie ihrem Sohn die Rolle der Mutter aller seiner
Anhänger zu übernehmen.Wurde sie von ihrem eigenen
Sohn bloß für seine eigenen Vorteile ausgenutzt?Ich
denke da gibt es verschiedene Meinungen,aber alles in
einem kann man sagen,dass Jesus seine Mutter schon
geliebt hat jedoch vielleicht einfach nur auf seine eigene Art und Weise.
Maria,die Gottesgebärerin
Maria wird mittlerweile auf jede nur erdenkliche Art
und Weise verehrt:Die Marienverehrung kam etwa im 4.
Jahrhundert im Osten auf.Diese ist die Wertantwort
auf die Heiligkeit Marias auf ihren tätigen Anteil am Erlösungsgeheimnis und an
seiner Erfüllung in der Kirche. Maria wird als "die neue Eva" und als
Vorbild bezeichnet.In der Bibel "spielt"sie die wichtigste Frauenrolle.Die
"Eigenschaften",die bei ihr zur Verehrung
verhalfen sind zum einen, dass sie zum Zeitpunkt der Empfängnis und auch noch
danach frei von Sünden war und auch blieb und zum anderen,dass
sie auserwählt dem Sohn Gottes das Leben zu schenken.In
katholischen und orthodoxen Kirchen wird sie sogar als Gottesgebärerin
bezeichnet. Lange Zeit wurde gestritten und diskutiert, ob sie nun eine Gottesgebärerin
,oder nur eine normale Menschengebärerin sei. Im
Jahre 431 wurde vom Konzil von Ephanesus ihr
"Titel" als "Gottesmutter" bestätigt.
Zu Ehren der Mutter Gottes wurden mehrere bedeutende
Festtage eingeführt.Einer davon ist zum Beispiel der
15.August jeden Jahres.An jenem Tag feiert man die
sogenannte Himmelfahrt Marias.Dieses Fest ,an dem die
Aufnahme Marias in den Himmel celebriert wird,wurde etwa im 7. Jahrhundert von der Westkirche
übernommen.1950 wurde die Bedeutung des Festes durch die Dogmatisierung der
Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel durch Papst Pius XII noch wichtiger.Mariä Himmelfahrt steht in Verbindung mit dem
Brauchtum und wird auch Großer Frauentag genannt.
Maria wird in vielen Städten verehrt, das sieht man
auch an der großen Anzahl an Gemälden ,Statuen etc.Einige Anhängergruppen bildeten sich sogar in den
vergangenen Jahrhunderten. Es existieren auch viele, die sie anbeten, statt
Gott oder Jesus, vielleicht aus dem
Grund, da sie die Rolle der vollkommenen Frau spielt, die das eigentlich
unmögliche möglich gemacht hat.
Maria
aus Magdala
Alexandra Wackerow
1)Die
Vertraute Jesu
Maria aus Magdala war eine der Frauen, die sich immer in der Nähe von
Jesus aufhielten. Sie stammt aus Magdala, einer Handelsstadt am See Genezareth.
Sie hatte eine schwere Geisteskrankheit, von welcher Jesus sie befreite. Aus
Dankbarkeit folgte sie Jesus und seinen Freunden auf ihrem Weg und unterstützte
sie mit ihren ganzen Fähigkeiten. In der Gruppe der Frauen, die Jesus folgten,
hatte sie eine führende, integrierende Rolle. Sie hatte eine besondere Beziehung
zu Jesus. Nach Erzählungen der Bibel war sie die Frau, die Jesus am nächsten
stand-sie war seine Vertraute. Aufgrund dessen gibt es bis heute noch
Spekulationen, dass sie auch eine zärtliche Beziehung zu Jesus hatte. Aus
diesem Grund wurden später teilweise Einrichtungen nach ihr benannt, die sich
um ehemalige Prostituierte kümmerten.
Maria war Zeugin der Kreuzigung und
Auferstehung Jesu. Sie war die Erste, die Jesus nach der Auferstehung gesehen
hat und die diese frohe Botschaft verkündete.
Die spätere Kirche hatte
Schwierigkeiten mit ihr, da sie geisteskrank und trotzdem so eng mit Jesus
befreundet war. Außerdem verkündete sie die Auferstehung und predigte somit.
Das war ein Skandal für die Kirche, denn Sexualität mit Jesus ist in der Kirche
eine Sünde und predigen ist Frauen nicht erlaubt. Somit wurde ihre Geschichte
anders erzählt:
Sie wurde als die „große Sünderin“
bezeichnet, welche sich daraufhin später bekehrt hätte. Ihre ursprüngliche
Geschichte geriet in Vergessenheit. Auch ihr Titel „Apostola apostolorum“,
welchen sie bekam, weil sie die Erste war, die Jesus nach der Auferstehung sah
und den Aposteln davon berichtete, wurde im Laufe der Kirchengeschichte
verdrängt und in Bildern und Schriften nicht mehr tradiert.
2)Die
Apostolin der frohen Botschaft
Maria aus Magdala spielt in der Bibel
keine besonders große Rolle. Sie traf das Erste mal auf Jesus, als sie bei
einem Gastmahl im Hause des Pharisäers Simon vor im niederkniete und seine Füße
mit Tränen benetzte. Danach trocknete sie diese mit ihrem Haar und machte
sogleich Anstalten sie mit Öl zu salben. Der Gastgeber nahm Anstoß daran, da
die Frau keinen guten Ruf hatte, Jesus jedoch bat darum sie gewähren zu lassen
und vergab ihr alle Schuld. Er befreite sie von ihrer Geisteskrankheit und sie
folgt ihm auf seinem ganzen Weg.
Sie war Zeugin der Kreuzigung und
Auferstehung Jesu, wo sie eine der wichtigsten Rollen hatte: Es ist der dritte
Tag nach der Kreuzigung und Maria aus Magdala und andere Frauen machen sich auf
den Weg zum Grabe Jesu, um den Leichnam zu salben. Ein letzter Liebesdienst für
ihn. Doch es kommt ganz anders. Der Stein ist weg und das Grab offen. Völlig
verwirrt läuft sie nun zu den Jüngern und erzählt ihnen, dass man den Herrn aus
der Gruft hinweg genommen habe. Sie laufen allesamt zur Gruft und glauben ihr
erst als sie sich jeder einzeln hineingebeugt haben und die leinenden Binden
daliegen sahen. Doch die Jünger gingen wieder heim, da sie die Botschaft der
Auferstehung noch nicht verstanden hatten.
Nur Maria blieb außen bei der Gruft
und weinte. Da sah sie zwei Engel dort sitzen wo der Leib Jesu lag. Diese
fragten: „Weib, was weinst du?“. Nachdem Maria ihnen erzählte, dass man ihr
ihren Herrn hinweg genommen habe drehte diese sich um und sah Jesus dastehen
ohne zu wissen, dass er es war. Sie hielt diesen Mann für den Gärtner, doch als
er ihren Namen rief erkannt sie ihn. Er bat sie darum zu den Jüngern zu gehen
um ihnen zu verkünden, dass er nun zu seinem und ihrem Vater und Gott auffahre.
Maria aus Magdala gehorchte und verkündete den Jüngern, dass sie den Herrn
gesehen und, dass er das zu ihr gesagt habe.
3) Die Alice Schwarzer des Neuen
Testaments
Alice Schwarzer zählt heutzutage zu
den populärsten Feministen der deutschen Frauenbewegung. Deswegen könnte man
Maria aus Magdala meiner Meinung nach als Alice Schwarzer des Neuen Testaments
bezeichnen.
Das geht jedoch nur, wenn man an die
Geschichte, die in der Bibel erzählt wird, glaubt. Glaubt man an das, was im
Laufe der Kirchengeschichte erzählt wird, also an die Maria als „Sünderin“ und
„Büßerin“, kann man sie natürlich nicht als eine Feministin bezeichnen.
In allen vier Evangelien jedoch wird
sie immer als eine sehr wichtige Jüngerin Jesu bezeichnet-vielleicht sogar die
wichtigste. Sie führte in der Frauengruppe, die Jesus folgten, eine führende,
integrierende Rolle und wird in der Bibel als einzige Frau immer mit vollem
Namen angesprochen. Sie wird von Jesus als Verkünderin des Glaubens zu den
männlichen Aposteln gesandt. Diese Beauftragung zur Glaubensverkündung durch
Jesus selbst macht sie zur Vorreiterin für alle Frauen, die Zugang zu den
geweihten Ämtern in der römisch-katholischen Kirche fodern.
Wohlmöglich war sie damals ein
kleiner Anfang der Frauenbewegung. Es gibt einen Verein, die sich nach ihr
benannt hat. Dieser ist eine christliche Frauengruppe und hat den Zweck, die
Situation in der Kirche grundlegend zu verbessern und eine erneuerte Kirche
anzustreben, in der Frauen und Männer in allen Belangen gleich sind. Somit kann
man Maria aus Magdala zumindest in der Kirche als eine Feministin
bezeichnen-die Feministin des Neuen Testaments.
Matthäus der
Heilige
Elisabeth Kluge
Matthäus war Zöllner in der antiken Hafenstadt Kapernaum am See Gennesaret, wahrscheinlich im Dienst des
Herodes Antipas.
Markus nennt ihn in der Berufungsgeschichte „Levi,
Sohn des Alphäus“, Lukas nennt ihn nur „Levi“ und in
der Apostelgeschichte heißt er einfach „Matthäus“.
Da Jesus nicht nur fromme und angesehene Leute in
seine Nachfolge berufen wollte, nahm er auch den Zöllner Levi in den Kreis der
zwölf Apostel auf.
Von diesem Tag an trug Levi den Namen „Matthäus“.
Der Name Matthäus ist althebräisch oder aramäisch und
bedeutet „Geschenk Jahwes“.
Anlässlich seiner Berufung gab Matthäus für Jesus und
seine Begleitung ein Festessen.
Als die Pharisäer sahen, dass Jesus mit Zöllnern und
Sündern aß und Tischgemeinschaft hielt, fragten diese Jesu Jünger: „Wie kann
euer Meister zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?“. Als Jesus dies hörte
sagte er: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Darum
lernt, was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer. Denn ich bin
gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.“
Der Beruf des Zöllners lässt darauf schließen, dass
Matthäus sowohl über Durchsetzungskraft als auch über eine gewisse Bildung
verfügt hat, da er gut rechnen konnte und sowohl die aramäische als auch die
griechische Sprache beherrschte.
Doch Matthäus wurde gerade wegen seines Berufs als
Steuereintreiber von den Juden verachtet, da er im Dienst der römischen
Besatzungsmacht stand.
Einige Jahre nach Jesu Kreuzigung und Auferstehung
soll Matthäus Palästina in Richtung Persien und Äthiopien verlassen haben, um
dort das Evangelium zu verkünden und Heidenmissionen zu betreiben. Dort, in
Äthiopien, erweckte er den Sohn des Königs Egippus
zum Leben und heilte dessen Tochter Ephigenia vom
Aussatz.
Spärlich sind die Überlieferungen über sein weiteres
Leben.
Nach einigen Quellen hat er als Vegetarier gelebt und
ist eines natürlichen Todes gestorben. Andere
Überlieferungen wissen um den Tod im Feuer, oder der Steinigung.
Matthäus ist im Neuen Testament einer der zwölf
Apostel von Jesus Christus.
Der christlichen Überlieferung zufolge war er der
Verfasser des ersten Evangeliums und daher einer der vier Evangelisten.
Matthäus taucht in den neutestamentlichen
Berichten über die Apostel nicht sehr häufig auf. Drei der Evangelisten
erzählen die Geschichte seiner Berufung, einer berichtet von einem Fest, das er
gab, um den Wendepunkt in seinem Leben zu feiern (Lukas 5,29), und drei
erwähnen, dass er tatsächlich einer der zwölf Apostel war (Matthäus 10,3;
Markus 3,18; Lukas 6,15).
Die Geschichte seiner Berufung wird nicht als Teil
der Geschichte eines Apostels erzählt, sondern als Zeugnis der Gnade Jesu
Christi, der sich niemand entziehen konnte.
Matthäus ist der Schutzpatron der Zöllner,
Steuereintreiber und Bankkaufleute.
Matthäus` Reliquien liegen seit 954 in der nach ihm
benannten Kathedrale von Salerno, die 1085 von Papst Gregor VII. geweiht wurde
und bald ein wichtiger Wallfahrtsort
wurde.
Die Redensart „es ist Matthäi am letzten“ ist seit
dem 16. Jahrhundert verbreitet und meint, der Betreffende habe kein Geld mehr –
das bezieht sich auf Matthäus` Beruf als Steuereintreiber.
Sein Fest wird am 21. September gefeiert.
Bauern galt der Gedenktag des Matthäus als Beginn der
Winterzeit und als wichtiger Lostag für das Wetter.
In der Nacht zum Gedenktag konnten junge Mädchen mit
Hilfe von im Wasser schwimmenden Papierfetzen erfahren, wann mit einer Hochzeit
zu rechnen sei und mit wem diese erfolge.
Auch das Weihwasser wurde teilweise auf Matthäus
zurückgeführt.
Die Theologie des Matthäus zielt deutlich auf eine
judenchristlich geprägte Gemeinde.
Bastian Brauns
Vom Saulus zum
Paulus
Saulus wurde im Jahre 10 n. Chr. Von jüdischen Eltern
in der Stadt Tarsos in Kilikien
geboren. Schon in seiner Jugendzeit wurde er zum Eifer der streng väterlichen
Überlieferung erzogen. Er erbte von seinem Vater das tarsische
Stadt – und Reichsbürgerrecht, was zu dieser Zeit eine große Ehre war. Seine
Eltern gehörten damals zu der sozial eher gehobenen Schicht an. Er erlernte den
Beruf des Zeltmachers, was sich später während seinen Missionarsreisen noch als
günstig heraus stellen sollte. Im Alter von 20 Jahren ging Saulus nach
Jerusalem, um sich dem Torastudium zu widmen. Er überragte die Urapostel weit
an Bildung.
Nach seinem Studium bekämpfte Saulus im wilden
Glaubenseifer alle Christen, weil er die Gemeinde vernichten wollte. Jedoch als
er auf dem Weg nach Damaskus war, um dort weitere Christen festzunehmen wurde
er von einem hellen Licht umstrahlt. Jesus sprach zu Saulus und er fragte
Saulus warum er ihn verfolge. Er solle lieber in die Stadt gehen und dort würde
er erfahren was er zu tun habe. Als Jesus wieder verschwand öffnete Saulus die
Augen und er stellte fest, dass er nicht mehr sah. Drei Tage war Saulus blind
und er aß und trank nichts. Er konnte erst wieder etwas sehen nachdem der
Jünger Hananias ihm die Hände aufgelegt hatte. Der
Jünger teilte ihm mit, dass Gott ihn dazu auserwählt hatte seinen Namen den
nichtjüdischen Völkern und ihren Herrschern bekannt zu machen. Saulus ließ sich
direkt auf den Namen Paulus taufen und verkündete in Damaskus Jesus als den
Sohn Gottes. Das war die Bekehrung des Saulus zum Paulus.
Da Paulus dazu auserwählt war das Evangelium zu
verbreiten unternahm er später noch 3 Missionsreisen die ihn später bis nach
Rom führten. Während seiner Missionsreisen führte er ständig einen Briefwechsel
mit den neu gegründeten Gemeinenden. Die Paulinischen Briefe sind wohl das
größte Werk des Paulus.
Seine 1. Missionsreise führte ihn nach Zypern und ins
südliche Kleinasien. Mit seiner 2. Missionsreise hatte er das Ziel Menschen in
Mazedonien und Griechenland zu bekehren. Seine 3. und letzte Missionsreise
brachte Paulus schließlich nach Ephesus, Korinth und dann nach Rom, wo er unter
Nero am gleichen Tag wie Petrus am 29.6.67
hingerichtet wurde.
Das zweifelsohne größte Werk des Paulus im
neuen Testament sind seine Paulinischen Briefe. Sie wurden während seiner 3
Missionsreisen verfasst und berichten über die Probleme
und Glaubensfragen der christlichen Gemeinden.
Insgesamt gibt es 13 Briefe von denen aber wohl nur 7 von ihm selbst stammen.
Durch die Briefe erfahren wir auch viel über die Zeit vor Entstehung der
Evangelien. Die Briefe sind allesamt von hochtheologischer Bedeutung und von
einem unschätzbar großem theologischen Wert für die
Kirche. Es gibt viele Passagen in den Briefen die unglaublich schön geschrieben
wurden.
Mit anderen Passagen vor allem in den Römerbriefen
beschäftigt man sich stundenlang, weil sie nicht einfach nur hingeschrieben
wurden. In jedem Satz gibt es einen besonderen Sinn über den man sich erst mal
im klaren sein muss. Z.B. im 5. Kapitel der
Römerbriefe, wo es heißt, dass sich durch die Bewährung die Hoffnung festigt.
Sein Hauptwerk während seiner Reisen waren neben
seinen Briefen seine Predigt .
Das Haupt -Augenmerk seiner Predigt ist die Gnade
Gottes, die er den Menschen erweist. Der Mensch lebt nur allein durch diese
Gnade und er wird ebenso wieder von ihr gerettet und geheilt. Den Kreuztod
Christi interpretiert Paulus so, dass Gott Christus zum Sieger über die Macht
der Sünde gemacht hat. Seine Zuhörer fordert er immer auf, nicht ihre Sünden zu
bereuen, sondern Gottes Sieg über alle Sünden durch das Kreuz Christi zu
verkünden.
Ein weitere Teil seiner
Predigt war, dass Jesus der Messias Gottes und der Heiland der Welt ist. Ebenso
verbot er es den Christen endgültig über Israels Gottesbeziehungen zu urteilen.
Wie bedeutsam sein Römerbrief für die Kirchengeschichte war sieht man auch noch
daran, dass Augustinus und Martin Luther ihre eigentliche Bekehrung auf den
Brief zurückführten.
Generell kann man über Paulus sagen, dass es
ohne ihn die christliche Kirche nie gegeben hätte. Er machte sich auf um das
Evangelium in die damals bekannte Welt zu verbreiten. Obwohl seine Reisen immer
anstrengend waren und es ihm zum Teil sehr schlecht ging machte er sich immer
wieder auf um das Evangelium zu verkünden. Während seiner Reisen verbrachte er
auch oft längere Zeit in Gefangenschaft und er wurde sehr oft ausgepeitscht.
Insgesamt legte er ca. 7800 km an Land und ca. 9000 km mit dem Schiff zurück,
was einem zu dieser Zeit schier unglaublich vorkommt.
Dazu kommt das heutzutage sämtliche Fragen des
christlichen Glaubens mit Hilfe der Paulinischen Briefe geklärt werden.
von Heidemarie Diemer
Vom Fischer zum Jünger
Petrus wurde etwa um 0 geboren und
stammte aus Betsaida, einer Stadt, die nahe an der
Mündung des Jordan in den See Genezareth lag. Dort ging er mit seinem Vater
Jonas (oder auch Johannes) und seinem Bruder Andreas der Fischerei nach. Später
zogen er und sein Bruder nach Kapernaun in Galiläa.
Er war verheiratet und lebte mit seiner Schwiegermutter zusammen. Mit seinem
Bruder arbeitete er immernoch als Fischer. Wie Petrus
ein Jünger von Jesus wurde wird in jedem Evangelium anders beschrieben. Auf
jeden Fall ist er aber mit seinem Bruder eine der ersten Jünger. Bei seiner
ersten Begegnung mit Jesus gab dieser im den Namen "Kephas",
was übersetzt "Fels" bedeutet. Jedoch erst als Jesus anfing zu
predigen gab er die Fischerei auf, um ihm bedingungslos zu folgen.
Der Bedrohung durch Herodes konnte er
sich durch Flucht entziehen. Er ging als
Apostel der Juden Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre nach Rom. Petrus
wurde der erste Papst von Rom. Dort verfasste er außerdem kurz vor seinem Tod
die beiden Briefe, die im Neuen Testament zu finden sind. Er starb ca. 65 in
Rom, während der Christenverfolgung durch Nero. Vermutlich
durch einen Märtyrertod am Kreuz mit dem Kopf nach unten.
Der Apostel und Mutmacher
Petrus war führender Apostel im
Jüngerkreis. Er wird auch als "Erster der Zwölf" bezeichnet. Sehr
bekannt ist die Bibelstelle, in der Petrus, während Jesus von dem Hohenpriester
verhört wird, leugnet einer seiner Jünger zu sein (Joh.
18,12ff). Jesus hatte ihm dies vorrausgesagt, dass er ehe der Hahn kräht, also
am frühen Morgen, ihn 3 Mal verleugnet hat. Diese Geschichte zeigt Petrus`
Seite vorschnell zu reden und zu handeln.
In der Apostelgeschichte wird er als
Leiter der Urgemeinde bezeichnet, der mutig das Evangelium überall verkündet.
Er galt auch als Erstzeuge der Auferstehung Jesu. Mit Jakobus und Johannes
gehörte er zu den 3 Aposteln, die Jesus besonders nahe standen. Dies sieht man
vor allem im Messiasbekenntnis von Petrus (Mt. 16,13ff). Als Petrus Jesus als
den Sohn Gottes bezeichnet, überreicht Jesus ihm die Schlüssel des
Himmelreiches. Was bedeutete, das alles, was er auf
Erden löst auch im Himmel gelöst sein werde. Dies machte ihn zum ersten Bischof
von Rom.
In Rom ging er auf Judenmission und
tröstete die Gemeinden während einer Christenverfolgung. Dort geriet er später
in einen Konflikt mit Paulus, der dann beim Apostelkonzil beigelegt wurde. Bei
diesem Konflikt weiß man jedoch nicht genau, ob er nicht doch nur eine
Inszenierung war.
Petrus verfasste mit Silvanus (oder
auch Silas) als seinem Sekretär zwei Briefe. Den
ersten Brief schrieb er kurz vor seinem Tod unter Kaiser Nero.
Er richtet sich an die Gemeinden im nördlichen und westlichen Kleinasien,
welche fremde und heimatlose Christen waren. Er will sie mahnen dem Glauben
treu zu bleiben und voller Liebe zu sein. Und er erinnert sie daran, dass sie
zum Leidensweg berufen worden sind, so wie Jesus. Im zweiten Brief schreibt er
an alle die an Christus glauben. Diese will er in ihrem Glauben und in ihrer
Hoffnung an die Wiederkunft Jesu stärken und sie vor falschen Lehrern, die
diesen Glauben spalten, warnen. Vor allem beim ersten Brief gibt es jedoch Zweifel,
ob Petrus wirklich der Verfasser war, weil der Breif
eher in einem griechischen Stil
geschrieben woren ist.
Heutige Bedeutung Petri
Mit Paulus gilt Petrus als der
Gründer der römischen Kirche. Ihrer beider Gräber
befanden sich in Rom. Das Messiasbekenntnis von Petrus im Neuen Testament hat
eine wichtige Stellung in der Geschichte des Papstes. In der katholischen
Tradition hat Jesus damals Petrus als ersten Papst, zu seinem Stellvertreter
auf Erden und zum Führer der Gesamtkirche gemacht. Dieses Amt überträgt sich
auf alle seine Nachfolger, die Päpste. Sein direkter Nachfolger war damals
Linus.
Die Patriacharte
von Jerusalem und Antiochia nennen Petrus ebenfalls
als ihren Gründer.
Seine einzigartige Stellung bildet
sich allerdings erst gegen Ende der Antike heraus. Petrus wird vor allem als
Schutzpatron der Päpste gesehen. Unter anderem der vieler handwerklicher
Berufe, z.B. Schreiner, Schlosser, Uhrmacher, Maurer, Metzger und natürlich der
Fischer und der Beichtenden und der Jungfrauen. Er kann angerufen werden gegen
Besessenheit, Tollwut, Fieber und Diebstahl.
In der Kunst wird er hauptsächlich
mit dem Begriff Schlüssel verbunden, wegen seiner Bedeutung als Himmelspförtner
und seiner, mit den Schlüsseln verbundenen Macht über Himmel und Erde. Weitere
seiner Symbole sind Schiff, Hahn oder ein umgedrehtes Kreuz.
Es gibt einen Gedenktag von Petrus am
29. Juni; allerdings gilt dieser auch für Paulus. In der Orthodoxen Kirche
findet deshalb von einer Woche nach Pfingsten bs zu
diesem Tag ein "Apostelfasten" statt.
Im Volksglauben gilt Petrus außerdem
noch als Wettermacher.
von Natali Stier
Prokurator von Judäa
Christlicher
Legende zufolge wurde Pontius Pilatus als unehelicher Sohn eines Königs Tyrus und
der Müllerstochter Pila
geboren.
Pila benannte das Kind nach ihrem Vater Atus und sich selbst ( Pila(A)tus ).
Pilatus lebte in
der Obhut des Königs. Der König hatte jedoch noch einen Sohn, der von der
rechtmäßigen Gemahlin stammte.
Dies machte Pilatus
sehr zu schaffen, da der eheliche Königssohn höher gestuft wurde als er. Aus
Neid brachte er seinen Halbbruder heimlich um.
Jedoch kam dieses
schreckliche Verbrechen schnell ans Licht und er wurde nach Rom verband.
In Rom traf er auf
einen anderen Königssohn aus Gallien, der dort ebenfalls als Geisel gefangen war.
Und auch diesen brachte er aus Neid um.
Daraufhin wurde er
von den Römern auf eine Insel namens Pontus
geschickt, um endlich Ruhe vor ihm zu haben.
Dies gelang aber
nicht, da Pilatus die Insel eroberte und die Bevölkerung unter Roms Zwänge
nahm.
König Herodes bot Pilatus an, Stellvertreter
von Judäa in Jerusalem zu werden, welches Pilatus freudig annahm.
Er wollte jedoch
noch mehr Macht und zog, ohne Herodes´ Wissen nach Rom, um vom Kaiser offiziell
zum Prokurator ernannt zu werden ,welches auch gelang.
Herodes hatte er
somit jedoch zum Feind.
So wurde
Pilatus also zum Prokurator von Judäa.
Ein Prokurator ist
der höchste Verwaltungsbeamte einer kleinen Provinz. Zu den grundlegenden
Prinzipien der Provinzialverwaltung gehörte es, die bestehenden Verwaltungs-
und Rechtsinstitutionen in dem jeweiligen Gebiet so weit wie möglich zu
erhalten. Die Verwaltung fällte Entscheidungen über
Steuern, über das Militär und verhängte Todesstrafen.
Hände
waschen in Unschuld !
Die wahrscheinlich
schwerste Entscheidung war wohl das Todesurteil Jesu, aus der sich Pontius
Pilatus allen Anscheins nach zu gerne entzogen hätte.
Der Sage nach versammelten sich, nach der Gefangennahme Jesu, die Ältesten des
jüdischen Volkes, die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und führten Jesus zum
hohen Rat.
Sie stellten ihn
zur Rede, ob er nun wirklich der Sohn Gottes sei. Dieser bestätigte es wiederum
und sie führten ihn daraufhin zu Pilatus mit der Aufforderung ihn zu Kreuzigen
wegen „Gotteslästerung“.
Pilatus verhörte
Jesus und fand keinerlei Schuld und Grund ihn zu verurteilen.
Das Volk wollte
jenes aber nicht hören und wurde immer aufsässiger. Pilatus bekam mit, dass
Jesus ein Gallier war und somit ein Untertan des Herodes war. Da Herodes sich
zu dem damaligen Zeitpunkt ebenfalls in Jerusalem aufhielt, schickte Pilatus
Jesus zu diesem, damit dieser entschied ob Jesus gekreuzigt werden sollte.
Herodes freute
sich Anfangs auf Jesus zu treffen, da er
schon vieles über den „König der Juden“ gehört hatte. Doch er bekam keinerlei
Antworten auf seine Fragen und verspottete ihn nur. Mit Verachtung schickte er
Jesus wieder zurück zu Pilatus.
An jenem
Tag begruben Herodes und Pilatus das
Kriegsbeil.
Pilatus
trat wieder ans Volk und teilte ihnen mit , dass weder
er noch Herodes einen
Grund gefunden hatten Jesus
hinzurichten. Darum ließ er Jesus foltern.
Doch auch dieses war dem Volk
nicht genug.
Sie wurden immer unruhiger und forderten
wiederholt nach der Kreuzigung Jesu.
Da stellte Pilatus das Volk vor die
Entscheidung entweder den wegen Mordes
angeklagten Barrabas
oder Jesus freizulassen.
Das Volk entschied sich für Barrabas´ Freilassung .
Letztendlich gab Pilatus nach und übergab
Jesus ihrem Willen.
Erzählungen zufolge ließ sich Pilatus,
vor der Verkündigung des Todesurteils Jesu,
Wasser
bringen um seine Hände in Unschuld zu waschen.
Er zog sich also aus der Verantwortung
heraus, indem er sich einredete, dass diese
Händewaschung ihn aus dieser misslichen
Situation als unschuldig
herausbringt.
So ließ er dem Schicksal freien Lauf.
Wie kam ein Römer ins
Glaubensbekenntnis?
Im apostolischem Glaubensbekenntnis kommt der Name „Pontius Pilatus“ in Verbindung mit dem Todesurteil Jesu vor.
Es heißt „[...] geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus [...]“:
Es taucht also wieder die Stelle auf,
als Pilatus dem Hohen Rat, am Tempel von Jerusalem ,
das Todesurteil über Jesus verkündete und die Hinrichtung am Kreuz vollziehen
ließ.
Abermals wird Pilatus als grausamer und starrköpfiger Mann dargestellt,
der nur seine Gier im Sinne hatte.
Jedoch wird er von der äthiopischen Kirche als Heiliger verehrt, da er
dazu beigetragen hat , dass Jesu Christi am Kreuz
starb und damit möglich machte die ganze Menschheit zu erlösen.
Thomas der Ungläubige
Clara Mehring
Thomas wurde in Galiläa geboren und soll bis zu
seiner Berufung als Apostel Fischer gewesen sein. Sprichwörtlich wurde der
„ungläubige Thomas“ durch seinen Zweifel an der Auferstehung Jesu.
Im Johannes-Evangelium wird Thomas als einer der
hingebungsvollsten Anhänger Jesu Christi beschrieben. Auch war er der Erste,
der Jesus ausdrücklich als „seinen Gott“ bezeichnete (Joh;
20, 25-28), und der auch seine Todesbereitschaft für ihn sehr leidenschaftlich
bezeugte (Joh; 11, 16).
Nach der Kreuzigung Jesu zog er als Missionar, und
als Vertreter von gnostischen Schriften, über Parthien
nach Indien, wo er dann der Legende nach 72 in Kalamina,
dem heutigen Mailapur bei Madras,
durch das Schwert eines Götzenpriesters als Märtyrer starb.
Bis heute ist die genaue Ursache seines Todes nicht
vollkommen geklärt, sowie auch die Tatsache, dass man sich über seinen Todesort
noch uneinig ist.
Ein Aufenthalt des Apostel Thomas in Indien lässt
sich historisch nicht hundertprozentig nachweisen. Trotzdem wird noch heute ein
Berg in der Nähe von Madras der „Thomasberg“ genannt,
wo man 1574 das von seinem Märtyrertum berichtende „Thomaskreuz“ aus dem
sechsten oder achten Jahrhundert entdeckte.
Angeblich sollen seine Gebeine im dritten Jahrhundert
nach Edessa, in die Türkei, überführt worden sein.
Thomas gelangte zu dem schon fast sprichwörtlichen
Namen „ungläubiger Thomas“, da er die Auferstehung Jesu Christi anzweifelte.
Thomas war nicht bei den Jüngern denen Jesus
erschienen war und glaubte demzufolge auch nicht an seine Auferstehung.
Sein bekannter Satz „Wenn ich nicht in seinen Händen
die Nägelmale sehe und meinen Finger in die Nägelmale lege und meine Hand in seine Seite lege, kann ich es nicht glauben.“ (Joh; 20,
25) ist noch heute bekannt, obwohl nie wirklich geklärt wurde, ob er auch
wirklich die Wundmale Jesu berührt hat oder nicht.
In der Bildenden Kunst wird Thomas als bärtiger Mann
mit Lanze, Schwert oder Winkelmaß dargestellt oder er wird mit einem blutroten
Zeigefinger als Zeichen seines
Unglaubens abgebildet.
Thomas bedeutet auf hebräisch „Zwilling“ und aufgrund von Übersetzungsfehlern
wurde der Bezug seiner Person auf Jesus immer weiter verstärkt, was
letztendlich dazu führte,
dass er der Legende nach als Zwillingsbruder Jesu
gilt.
Auch macht ihn diese Tatsache angeblich zu einem der
am Meisten genannten Aposteln.
Einige sind noch heute der Ansicht, dass sich die
Geschichte Jesu bei Thomas aufgrund
seiner missionarischen Aktivitäten in Indien und aufgrund seines Märtyrertums
sozusagen „fortgesetzt“ hat.
Thomas verließ Jerusalem im Jahr 40 n. Chr. und kam –
nachdem er in den Jahren
von 42 bis 49 den heutigen Iran, Irak, Afghanistan
und Belutschistan evangelisiert hatte -
im Jahre 53 in Indien an.
Erzählungen aus dem dritten Jahrhundert berichten,
dass Jesus dem Apostel Thomas erschienen war und ihn aufforderte nach Indien zu
ziehen, um dort den indischen König Gundaphar zu
missionieren, bzw. um ihm zu folgen.
Dieser, durch Münzfunde historisch belegte König,
suchte den besten Baumeister um einen
Palast nach römischer Art einrichten zu lassen.
Hier findet sich eine Verbindung zu Darstellungsweise
des Thomas in der bildenden Kunst.
Nach einer anderen Legende begegnete Thomas auf
seiner Reise nach Indien den Heiligen drei Königen, die er missioniert, getauft
und anschließend sogar noch zu
Bischöfen ernannt haben soll.
Angeblich soll der heilige Apostel das Evangelium
sogar in China verkündet haben,
wofür es jedoch keine dokumentierten Beweise gibt.
In den Jahren von 53 bis 60 reiste Thomas entlang der
südwestlichen Küste, dem damaligen Malabar und
heutigem Unionsstaat Kerala, und gelangte schließlich
nach Madras, wo sein Grab noch heute verehrt wird.
Die von ihm gegründeten christlichen Kirchen
betrachten den Apostel Thomas noch bis heute als ihren Gründer und spirituellen
Vater, und bezeichnen sich selbst als „Töchter des heiligen Thomas“, sogenannte
„Thomaschristen“ oder „syrische Christen“.
Thomas wird auch als Leiter und Lehrer der indischen
Kirche bezeichnet, die von ihm gegründet und getragen wurde.
Die Gemeinden, die Großteils aus Angehörigen höherer
Kasten bestanden, bildeten ein indisches Christentum, die „syro-malabarische
Kirche“, die sich weiterhin mit dem hinduistischen Gesellschaftsgefüge,
hinduistischen Gebräuchen, Zeremonien und Vorschriften verbunden fühlten.
Man könnte sagen, der „ungläubige Thomas“ ist der
Begründer des Zweifels und der Suche im Christentum, was ihn zu einer
bedeutenden biblischen Persönlichkeit macht, da der Zweifel ein großer
Bestandteil des Christentums, der evangelischen Religion, ausmacht.
Zachäus der Sünder
Der Zöllner von Jericho
Zachäus kam aus der Stadt Jericho. Er war ein wohlhabender Oberzöllner, der
keine Freunde hatte und sehr unbeliebt unter den Leuten war. Schon als Kind
hatte Zachäus Probleme mit seinen Altersgenossen, da
er so klein war. Er wurde immer nur „Der Kleine“ genannt und nicht ernst
genommen. Aus Zorn überlegte er sich später, Zöllner zu werden, um allen, die
ihn damals ausgeschlossen hatten mehr Geld abzuverlangen. Den Rest nahm er für
sich selbst in Anspruch. Schnell merkten die Leute seinen Betrug und
beschimpften ihn als Sünder. Außerdem sagten sie ihm
nach , dass er die Gesetze Gottes brechen würde. Die
Leute beschuldigten ihn, in der Fastenzeit zu essen und Wein zu trinken.
Deshalb nannten sie ihn auch einen “Fresser“ und „Weinsäufer“. Als Jesus eines Tages in die
Stadt Jericho kam, herrschte große Aufregung unter
den Leuten. Auch Zachäus wollte Jesus sehen und stieg
deshalb auf einen Maulbeerfeigenbaum. Als Jesus kurze Zeit später an dem Baum
vorbeikam und Zachäus sah, sprach er zu ihm: “Ich
muss heut Abend bei dir zu Gast sein“. Dieser nahm ihn freudig bei ihm auf. Das
Volk war verzweifelt als sie hörten, dass
Jesus bei einem Sünder einkehren würde. Als Jesus bei ihm zu Gast war, bemerkte
Zachäus schnell, dass er viele Fehler gemacht hatte
und sprach: “Ich werde die Hälfte meines Vermögens den Armen und Bedürftigen
geben und jedem, dem ich zu viel Geld abverlangt habe werde ich das Vierfache
zurückgeben.“ Darauf antwortete Jesus .“Heute ist
deinem Haus das Heil geschenkt worden.“ Von da an betrog Zachäus
keinen mehr und brach auch die Gottesgesetze nicht mehr.

Damalige Bedeutung
in der Bibel
Die Zöllner waren damals sehr verrufen, da sie für
den Kaiser arbeiteten. Außerdem galten sie als Betrüger und Sünder, da sie oft
mehr Geld einnahmen als der Kaiser es festgesetzt hatte. Zachäus
hatte damals eine große Bedeutung, da er aus seinen
Fehlern gelernt hat und seine Sünden wieder
gut machte. Er war ein großes Vorbild für alle, die Fehler gemacht haben ,sich auch zu ändern. Der Legende nach wurde Zachäus später
Bischof von Cäsarea. Dass Jesus ausgerechnet zu Zachäus ging , von dem er wusste ,
dass Er ein Betrüger war, zeigt, dass er sich nicht nur den Gerechten annahm,
sondern sich viel mehr um die Bedürftigen kümmerte. Er wusste, dass Zachäus dringend Hilfe benötigte, weil er keine Freunde
hatte. Er bekehrte ihn durch sein Verhalten nicht durch seine Worte. Außerdem
zeigte er, dass auch Sünder seine Freunde sind.
Bedeutung in der
heutigen Zeit
Auch heute wird die
Geschichte des Zachäus in vielen Predigten erwähnt,
da dieses Thema zur heutigen Zeit noch genauso relevant ist wie damals. Deshalb
gilt Zachäus auch heute noch als ein großes Vorbild.
Jesus´ Verhalten soll auch jetzt noch zeigen , dass man den Menschen, die Fehler machen, verzeihen soll und ihnen helfen soll, anstatt
sie auszugrenzen.