Schüleraustauschprogramme am EMA

Unsere Schule unterhält 5 internationale Schüleraustauschprogramme, nach der Entstehungszeit geordnet :

Bolton (England) seit 1990

Angers (Frankreich) seit 1995

Belmont bei Boston (USA) seit 1995

Gdynia (Polen) seit 1995

Cittadella (Italien) seit 1998

(dazu existierte 1989-91 eine Partnerschaft mit der POS Pablo Neruda Potsdam)

Schulbrücke der Deutschen Nationalstiftung: Begegung in Weimar: Paris-Bonn-Berlin-Warschau (seit 2002, Geschichte/Deutsch-LK)


Zielsetzungen
Ziel unseres internationalen Austauschprogramms ist natürlich in erster Linie eine Erweiterung und Verbesserung der Sprachkenntnisse. Auch wenn sich die schulischen Leistungen nicht sofort bessern, ist doch häufig zu beobachten, dass gerade zurückhaltendere Schüler mehr Mut zur freien mündlichen Äußerung entwickeln. Denn schon die Tatsache, dass sie sich in der ausländischen Familie verständlich machen konnten und in der Lage waren, Kontakte aufzubauen, stellt für viele ein Erfolgserlebnis dar, das der Schulunterricht allein nicht vermitteln kann.

In zweiter Linie fördert die Teilnahme an Austauschprogrammen die Toleranz der Schüler gegenüber anderen Sitten und Gebräuchen. In der direkten Begegnung mit Land und Leuten erkennen die Jugendlichen, wie wichtig die Kommunikation ist, um zu einer angemessenen Einschätzung und Bewertung der eigenen Position zu kommen. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der, dass sich häufig aus diesen Erfahrungen mit Schüleraustauschprogrammen die Initiative zu selbständigen Reisen oder Studienaufenthalten im Ausland ergibt. Teilweise haben sich langfristige Freundschaften entwickelt, die sogar die Familien mit einbeziehen. Neben der Begegnung mit Menschen kommt bei unseren Austauschen auch das Kennenlernen von historischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten nicht zu kurz.

BOLTON

Since 1990 exchange programme with the "Boy's Division of Bolton School" in Bolton/England.

Bolton (UK) exchange:
http://mitglied.lycos.de/emabonn/projektwoche/welcomebolton.htm
http://mitglied.lycos.de/emabonn/projektwoche/bolton.htm

Unser ältester Austausch mit Bolton/England ist schwerpunktmäßig für die Mittelstufe. Seit 1990 besteht dieses Austauschprogramm mit der Bolton School, einer renommierten Privatschule in der Nähe von Manchester. Dieser Austausch wurde durch einen persönlichen Kontakt eines Kollegen von Frau Dickmeis initiiert. Frau Bohrer, Herr Plitt, Frau Hess-Daniels und Frau Dickmeis haben mehrfach dieses Programm betreut. Seit Ostern 1990 findet jährlich unser Austausch mit Bolton School (Boys’ Division) statt. Inzwischen besteht unsere Gruppe aus ca. 35-40 Schülern und Schülerinnen aus den Klassen 8-10, vereinzelt auch aus der Jahrgangsstufe 11. Die englischen Austauschpartner sind ausschließlich Jungen.

Der Austausch findet immer als "Kompakt"- Programm statt, d. h. zuerst empfangen unsere Schüler ihre englischen Partner in Bonn für ca. 11-12 Tage, unmittelbar anschließend fahren deutsche und englische Schüler gemeinsam mit Reisebus und Fähre nach Bolton für dieselbe Zeit. Der Termin liegt immer in der Zeit vor bis nach den Osterferien. Unsere Schülerinnen und Schüler leben ebenso wie die englischen Schüler in ihren jeweiligen Gastfamilien, gewinnen einen kleinen Einblick in das Schulleben des Gastlandes, unternehmen gemeinsam Ausflüge in die nähere Umgebung, machen Museumsbesuche und treffen sich zu gemeinschaftlichen Sport- und Spielaktivitäten. 

Bericht über einen individuellen Austausch (Jahrgang 11): Winterterm in England

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ANGERS

Collège Jean Monnet (Angers/Frankreich)

Seit dem Schuljahr 1994/95 besteht ein regelmäßiger Austausch des EMA mit dem Collège Jean Monnet in Angers, an dem jeweils 20-25 Schülerinnen und Schüler auf jeder Seite teilnehmen.

Angers, die Hauptstadt des Anjou, liegt etwa auf halber Strecke zwischen Tours und Nantes und nur wenige Kilometer nördlich der Loire, an der Maine. Das Collège Jean Monnet wurde vor elf Jahren in einem neuen, großzügig angelegten Wohngebiet "Lac de Maine" gegründet und passt von seinen eigenen Zielsetzungen - nomen est omen - wie auch von seiner Schülerklientel her gut zum EMA.

Die Fahrt erfolgt mit dem Zug über Paris (Stadtrundfahrt). Das Programm der deutschen Schüler variiert leicht, beinhaltet aber immer die vier Grundelemente: Leben in der Gastfamilie, (begrenzte) Teilnahme am französischen Schulalltag, Kennenlernen von für das Anjou typischen historischen, kulturellen und wirtschaftlichen Gegebenheiten, mindestens eine große Exkursion zu einem oder zwei der berühmten Loire-Schlösser.

Angesprochen sind die Klassen 8 und 9, mit Schwerpunkt auf den Klassen 9. Der Besuch in Angers findet jeweils in den letzten zehn Tagen vor den Herbstferien statt, der Gegenbesuch der Franzosen in Bonn in den zehn Tagen unmittelbar vor den Osterferien. Auch einigen Schülern der Klassen 10, die Französisch als dritte Fremdsprache lernen, steht der Austausch offen.


Seit 1995 findet unser Austausch mit der Belmont High School statt. Belmont grenzt an Cambridge und liegt damit unmittelbar vor den Toren von Boston in Massachusetts an der Ostküste der Vereinigten Staaten.

Der Austausch wurde aus organisatorischen Gründen der amerikanischen Partner auf einen 2-jährigen Turnus festgelegt. Die deutschen Schüler, jeweils ca. 15-18 Teilnehmer der Klassenstufen 10 und 11, fliegen im Herbst, der Zeit des Indian summer, nach Boston; der Gegenbesuch findet im Frühjahr des darauf folgenden Jahres statt.

Die Schüler sind in den Familien ihrer Austauschpartner untergebracht, erleben mit ihnen den Schulalltag einer High school, die hinsichtlich der Größe etwa dem EMA entspricht, und können auf mehreren Ausflügen wichtige Orte amerikanischer Geschichte kennen lernen, u. a. Plymouth, Lexington, Concord und natürlich Boston selbst. Auch die Atmosphäre des Städtchens Cambridge mit seiner berühmten Harvard Universität hinterlässt unvergessliche Eindrücke bei den Teilnehmern.

Durch Vermittlung einer benachbarten Schule in North Andover, Mass. kam dieser Austausch zustande. Der erste Besuch wurde im Oktober 1995 von Frau Dickmeis initiiert und druchgeführt. 1996 leitete Frau Matthies das Programm. Es soll in Zukunft im Zweijahresrhythmus durchgeführt werden.
Im folgenden berichtet Frau Matthies in einem knappen Überblick vom Aufenthalt der EMA-Schüler in Belmont, während Vera Kerschgens an den Besuch der amerikanischen Schüler in Bonn am Beispiel eines Tagesausflugs erinnert.

Am 1. Oktober 1996 starteten 15 Schülerinnen und Schüler vom Flughafen Köln/Bonn nach Frankfurt und von dort non-stop nach Boston an die Ostküste der USA. Mrs Aiguilar, die amerikanische Deutschlehrerin, die mit Frau Dickmeis vor zwei Jahren diesen Austausch begonnen hatte, und die amerikanischen Gastgeber bereiteten uns schon am Flughafen einen herzlichen Empfang. Gleich am nächsten Morgen trafen sich alle um 7.35 Uhr in der Cafeteria der Belmont High School in Belmont, einem Vorort von Boston, ganz in der Nähe der berühmten Harvard Universität. In den nächsten Tagen standen neben dem Unterricht interessante Ausflüge auf dem Programm: Boston, City Centre mit Empfang in der State Hall, Freedom Trail, Lexington (hier tobten die Befreiungskriege, stolz steht der "Minute Man" vor dem kleinen Besucherzentrum), Plymouth (so soll sie also ausgesehen haben, die "Mayflower"!) und Salem (Stadt der Hexenhysterie in vergangenen Zeiten). Die mittlere Woche verbrachten wir, d. h. nur die deutsche Gruppe, in einem YMCA-Camp auf Cape Cod, ungefähr eine Busstunde von Belmont, - sicherlich ein Erlebnis besonderer Art! Ich denke, den "thrill", in 20 Meter Höhe von einem Astvorsprung auf eine Schaukel zu springen, um sich dann abseilen zu lassen, wird keiner, der es gewagt hat, je vergessen. Bei vielen "Trust & Risk Taking Activities" unter fachkundiger Leitung verging die Zeit rasch. Freitagnachmittags kehrten wir nach Belmont zurück, um anschließend ein durch den Columbus Day verlängertes Wochenende bei den amerikanischen Gasteltern zu verbringen. Das Wetter spielte mit: Indian Summer - d. h. eine Symphonie in Farben!

Am 21. Oktober hieß es Abschied nehmen. Im Gepäck nahmen wir neben Jeans, Shirts, Schuhen ... eine Fülle interessanter Begegnungen und Erlebnisse mit zurück nach Deutschland.

Elisabeth Matthies (aus dem EMA-Jahrbuch 1997)


Cittadella(Italien)

Seit Oktober 1998 ist unser Austauschprogramm um eine musikalische Begegnung bereichert. Auf Vermittlung eines deutschen Journalisten kam es zu einem ersten Treffen unseres Orchesters mit der Filarmonica Cittadellese. 38 Schüler und 3 Lehrer verbrachten 5 Tage in Italien und gaben dort mehrere Konzerte, die von den Zuhörern begeistert aufgenommen wurden. Im August 1999 erwiderten 41 italienische Gäste mit 3 verschiedenen Ensembles den Besuch; auch ihre Konzerte fanden große Resonanz, und über das Rahmenprogramm kamen sich alle Beteiligten menschlich näher.

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